HerzAsphaltMörderGrubenRhapsodie

Herzasphalt ist der gelungene Versuch, eine Universalgeschichte des Lebens im Land zu installieren. Als Kollagist und Ausfransungskundler geht Richard Wall dabei mit einem genauen Blick vor. Einmal hat er eine Außenstelle der Beobachtung auf der Netzhaut, als Kontrolle hat er auf der anderen Seite einen Erlebnisstreifen mitlaufen, wo sämtliche  Zitate und Volksweisheiten gespeichert sind.

Helmuth Schönauer in Literatur und Kritik

 

... nicht länger zögernd – ich will auch nicht der Letzte sein, der es sagt: Ihre MörderGrubenRhapsodie ist ein großartiges Gedicht. Dafür drücke ich Ihnen den schweren harten finsteren eisernen Kranz aufs Haupt.“

Michael Guttenbrunner

 

Scheint der Tonfall solch endzeitlicher Wortkaskaden vorerst eine Resonanz zu sein von Bernhardscher Übertreibungsmanier (in der Substanz auch als Denken Erich Fromms heraufrufend), so nimmt der Text zusehens sprachphilosophische Dimensionen auf Grundlage von Ludwig Wittgensteins Schriften an; konsequenterweise läßt das Ich uns schließlich wissen, es ... gehe sogar soweit zu sagen, daß jede Sprache sich ihre eigene Welt erfunden hat – respektive noch immer erfindet.

Erich Brandl, Oberösterr. Kulturbericht

 

Wall wendet sich gegen eine Technik, die nur ihren eigenen Untergang noch bewirken kann, aber er bleibt auch hierbei nicht in der Deklamation eines vordergründig Bedeutenden stehen, zumal die Aussagen auch immer wieder mit witzigen Formulierungen in ihrer unbedingten Gültigkeit gebrochen werden.

Schweinfurter Tagblatt