Siebzehn und Vier

Der Autor, der Spieler, stellt sich bewusst in einen fremden Kosmos, bleibt aber stets bei seinem eigenen Tonfall, der sich zwischen zart Lyrischem und scharf Ironischem bewegt. (...) Wortspiele, Perspektivwechsel, Rhythmusänderungen geben den Texten die innere Sujetentwicklung, das Balladenhafte, das den Untertitel des Bandes erklärt. Allmählich wird klar, wer hier die Karten mischt und gibt. Wie Balladen es tun, bewegen sich Walls Gedichte vorwärts, und das durch alle Dichtheit, Zitatenreichtum und Anspielungen.

Olga Martynova, Literatur und Kritik

 

In seinen Gedichten bricht hymnische Wortberauschtheit auf, gleiten Gedanken und Sichtweisen in rascher Folge dahin, springen durch Geschichte, Alltag, Wissenschaft und Länder.

Waltraud Seidlhofer, Oberösterr. Kulturbericht

 

Richard Wall ist wahrscheinlich der bodenständigste und reisefreudigste Schriftsteller Österreichs. Seine Themen sind nichts Geringeres als die gesamte Welt, zusammengefasst auf einem kleinen Flecken Heimat. So klingen allein schon der Geburtsort „Engerwitzdorf“ und der Arbeitsort „Katsdorf“  wie ein Programm. In der Enge der Provinz, wo sich die Katzen bei Nacht grau in die Augen schauen, hat der Autor sein Atelier installiert, in dem neben Skulpuren, Collagen und Objektserien auch jene Gedichte entstehen, die von der Spiegelung der Welt erzählen. (...)

Die Gedichte schauen auf den ersten Blick aus wie alte Gedichte, beim Lesen sprudelt dann die Gegenwart aus allen Klusen, und plötzlich sind sie da: völlig neue Gedichte, wie man sie sich als Leser schon oft erträumt hat.

Helmuth Schönauer, Buchkultur